Nach § 91 der Handwerksordnung und § 36 der Gewerbeordnung ist die Bezeichnung „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ gesetzlich geschützt. Durch die Handwerkskammer oder das zuständige Regierungspräsidium wird er bestellt und vereidigt. Im Streitfall oder bei Gerichtsverfahren wird er hinzugezogen für gutachterliche Tätigkeiten, insbesondere auch zur Vermeidung oder Beilegung von Auseinandersetzungen.
Zu allen Leistungen aus dem Bereich der Zahntechnik, nicht aber der Zahnmedizin, stehe ich Ihnen mit Rat und Sachverstand zur Verfügung.
Thomas Breitenbach
Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Zahntechnikerhandwerk fertigt Zahntechnikermeister Thomas Breitenbach Privatgutachten, Gutachten für Versicherungen und Gerichtsgutachten an.
Bestellt wurde er dazu am 07.10.2014 von der Handwerkskammer Lübeck.
Zahnersatz ist eine langfristige Investition in Ihren eigenen Körper und Ihre Gesundheit.
Sie erwarten selbstverständlich Körperverträglichkeit, Funktionalität, Ästhetik und Haltbarkeit, also hochwertige Qualität. Sind Sie als Patient mit der zahntechnischen Arbeit oder Abrechnung unzufrieden, kann es zu Streitigkeiten kommen.Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Zahntechnikerhandwerk erstelle ich Ihnen in solchen Fällen Gutachten für alle Aspekte der Zahntechnik. Sie erhalten eine sachliche und neutrale Betrachtung des Zustandes der zahntechnischen Arbeiten. Ich berechne den Schaden und/oder schätze die Rechnung für die Leistungen der Zahntechnik ein.
Meine Auftraggeber sind Gerichte, Patienten oder deren Vertreter.
Thomas Breitenbach | Zahntechnikermeister
Ö.b.u.v. Sachverständiger für das
Zahntechnikerhandwerk HWK Lübeck
Käthe-Seidel-Ring 1j
24306 Plön
Deutschland
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Bevor der Zahntechniker im Dentallabor einen passgenauen Zahnersatz herstellen kann, erfasst der Zahnarzt die Mundsituation und übermittelt sie an das Labor. Dies geschieht über eine sogenannte Abformung, umgangssprachlich „Abdruck“ genannt.
Der Zahntechniker fertigt aus der Abformung heraus ein Kiefermodell und hat somit die individuelle Gebisssituation des Patienten vor sich. Die Abformung ist also ein wichtiges „Kommunikationsmittel“ zwischen Praxis und Labor.
Wann erfolgt eine Abformung des Gebisses und wie lange dauert diese?
Eine Abformung ist immer dann indiziert, wenn ein Modell des Gebisses benötigt wird. Dies kann beispielsweise für die Planung eines Zahnersatzes oder als diagnostisches Mittel in der Kieferorthopädie notwendig sein. Aber auch für die Herstellung von Schienen, Kronen, Brücken oder Prothesen ist eine Abformung der Kiefersituation unverzichtbar.
Innerhalb kurzer Zeit härtet das Material aus und der Löffel kann dem Mund entnommen werden.
Gibt es verschiedene Arten einer Abformung?
Je nach Indikationen unterscheiden sich die Arten einer Abformung. Ziel der anatomischen Abformung (auch Situationsabformung) ist es, Zähne und umgebende Schleimhäute sowie Lippen- und Wangenbänder in der Ruhelage auf einem Situationsmodell wiederzugeben. Benötigt wird dies beispielsweise für die Planung eines Zahnersatzes oder für die Herstellung von Funktionslöffeln.
Welche Materialien werden verwendet?
Das Abformmaterial ist von der Indikation abhängig. Grundsätzlich erfüllen alle in der Praxis verwendeten Materialien die Anforderungen des Medizinproduktegesetzes, so dass keine gesundheitlichen Nebenwirkungen zu erwarten sind.
Was passiert mit der Abformung?
Die akkurate Abformung ist eine wichtige Basis für die Arbeit des Zahntechnikers. Nach dem Aushärten der Abformung wird diese desinfiziert und an das Dentallabor versandt.
Der Zahntechniker erstellt mithilfe von Spezialgipsen oder speziellen Kunststoffen ein Kiefermodell und erhält somit ein korrektes Abbild der patientenindividuellen Gebisssituation.
Wie funktioniert ein digitaler Mundscanner?
Seit einigen Jahren gibt es Intraoral-Scanner (auch Mundscanner) zur digitalen Erfassung der Mundsituation. Der Zahnarzt fährt mit dem Mundscanner – integriert eine winzige 3D-Kamera – über die Zähne und erstellt viele Einzelbilder.
Der Begriff „Adhäsivtechnik“ beschreibt in der prothetischen Zahnmedizin ein modernes Verfahren zum dauerhaften Befestigen des Zahnersatz auf dem Zahn. Veneers, Inlays, Onlays, Kronen etc. – in der Regel aus Vollkeramik oder Komposit – werden mit dem natürlichen Zahn verklebt und gehen einen festen, kraftschlüssigen Verbund mit ihm ein.
Adhäsiv“ stammt vom lateinischen Wort „adhaerere“ und bedeutet „haften“. Häufig wird daher von der Klebetechnik gesprochen.
Was sind Vorteile der adhäsiven Befestigung?
Insbesondere in der ästhetischen Zahnheilkunde eröffnet die Adhäsivtechnik viele Möglichkeiten. Während Kronen oder Brücken früher oft mit Unterstützung mechanischer Retentionen auf dem Zahn verankert wurden (Zementieren), stellt das Verkleben (Adhäsivtechnik) ein substanzschonendes Vorgehen dar.
Es muss deutlich weniger gesunde Zahnhartsubstanz abgeschliffen werden, um die keramische Restauration einzugliedern.
Wie funktioniert der adhäsive Verbund zwischen Zahn und Restauration?
Nach dem Anbringen eines Kofferdams trägt der Zahnarzt eine spezielle Säure auf den Zahn und raut so den Zahnschmelz an.
In die entstandene Mikrostruktur wird ein dünnflüssiger Haftvermittler „einmassiert“ und mit einem Lichthärtegerät ausgehärtet (Polymerisation).
Letztlich dient hochwertiger Adhäsivkleber dem kraftschlüssigen Verbund von Zahn und Zahnersatz.
Wozu dient der Kofferdam?
Grundlage für die sicher adhäsive Befestigung ist ein Verkleben auf dem trockenen Zahn. Speichel oder Blut beeinflussen die Klebequalität.
Der Kofferdam ist ein Schutzgummi, mit dem der Zahn vom übrigen Mundraum abgedeckt wird. Ziel ist es, Speichel und andere Sekrete vom Zahn abzuhalten.
Welche Art von Zahnersatz wird mittels Adhäsivtechnik eingesetzt?
Das Einsetzen der vom Zahntechniker gefertigten ästhetischen Versorgung aus Vollkeramik ist das Hauptindikationsgebiet für die Adhäsivtechnik.
Keramiken mit einer Festigkeit unter 350 MegaPascal (MPa) werden ausschließlich adhäsiv befestigt, zum Beispiel Inlays, Onlays oder Veneers. Restaurationen aus einer Keramik mit mehr als 350 MPa (zum Beispiel Brücken aus Zirkonoxid) können adhäsiv oder alternativ konventionell zementiert werden.
Füllungswerkstoff aus einer silberfarbenen Quecksilber-Silber-Zinn-Kupfer-Legierung.
Zahn, an dem eine Brücke befestigt wird
Schnarchen war gestern!
Gegen das Schnarchen gibt es ein einfaches und effizientes Mittel: Die Schnarchschiene. Ziel ist es, den Unterkiefer vorn zu halten. Gewebe und Muskeln der oberen Atemwege werden gestrafft und die Zunge kann nicht nach hinten fallen. So kann die Luft ungehindert hindurchströmen. Angefertigt wird die Schiene im Dentallabor.
Dauerhaftes Schnarchen kann zur Schlafapnoe führen. Die Folgen hierfür können eine mangelhafte Sauerstoffversorgung, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit bis hin zu Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und erhöhtes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko sein. Schnarchen hat etwas mit einem gestörten Luftfluss zu tun und entsteht in der Regel durch eine Engstelle im Rachenraum. Folglich kann die Luft nicht ungehindert einströmen und das Gaumensegel vibriert. Das typische Schnarchgeräusch entsteht.
Mit einer im Dentallabor gefertigten Schnarchschiene kann Abhilfe geschaffen werden. Die oft zweiteiligen Schienen werden vom Zahntechniker meist durch ein kleines Metallgelenk verbunden. Über diese Verbindung können der Abstand und die Position der Kiefer zueinander individuell eingestellt werden.
Der Artikulator ist ein mechanisches Gerät zur Imitation der Kieferbewegungen. Der Zahntechniker montiert in den Artikulator die Modelle des Ober- und des Unterkiefers.
Ziel ist, die korrekte Bisslage des Patienten abzubilden und basierend darauf den Zahnersatz zu erstellen. Dieser sollte so funktionieren, dass kein Unterschied zu den natürlichen Zähnen spürbar ist.
Grundsätzlich dient ein Artikulator der Diagnostik und Planung sowie als Hilfsmittel bei der Fertigung von Zahnersatz, Schienen oder kieferorthopädischen Geräten.
Warum wird ein Artikulator benötigt?
Ein Zahntechniker benötigt patientenindividuelle Informationen, zum Beispiel ein akkurates Abbild der Bisssituation. Der Zahntechniker arbeitet mit Kiefermodellen, die in korrekter Bisslage im Artikulator stehen. Hohe Aufmerksamkeit zollt er dabei der Funktionalität der Kiefergelenke.
Ist der Artikulator ein Nachbau der Kiefergelenke?
Der Artikulator bildet einerseits die Situation beim Zusammenbeißen der Zahnreihen ab (statische Okklusion). Andererseits werden die Kieferbewegungen beim Sprechen, Essen, Lachen usw. wiedergegeben (dynamische Okklusion).
Zähne und Bisslage stehen in engem Zusammenhang mit dem Kiefergelenk, dem vielseitigsten Gelenksystem unseres Körpers. Das Gelenk lässt Bewegungen in allen denkbaren räumlichen Dimensionen zu; sowohl Rotations- als auch Gleitbewegungen.
Moderne Artikulatoren und Übertragungssysteme gewähren eine hohe Annäherung an die tatsächliche Situation. Diesbezüglich kann der Artikulator als eine Art Nachbau der Kiefergelenke bezeichnet werden.
Wie gelangen die Kiefermodelle in den Artikulator?
Auf Basis von Kieferabformungen (Abdruck) erstellt der Zahntechniker im Labor die Modelle. Als Material dient Gips oder ein spezieller Kunststoff. Zusätzlich zur Abformung hat der Zahnarzt die Bisslage im Mund des Patienten ermittelt.
Es existieren verschiedene Vorgehensweisen. Häufig dienen eine Gesichtsbogenregistrierung und eine zentrische Bissnahme der Übertragung der Modelle in den Artikulator. Mit dem Gesichtsbogen bestimmt der Zahnarzt die Lage des Oberkiefers zum Schädel. Diese Informationen überträgt der Zahntechniker auf die Modelle.
Bei teiljustierbaren Artikulatoren kann einer der zuvor genannten Werte individuell entsprechend der Patientensituation am Gerät angepasst werden.
Volljustierbare Artikulatoren ermöglichen es, alle patientenindividuellen Messwerte einzustellen.
Nachhaltig und sicher zum gesunden Kiefergelenk!
Das Kiefergelenk ist eines der komplexesten Gelenke des menschlichen Körpers. Eine Störung (CMD, craniomandibuläre Dysfunktion) kann negative Einflüsse auf den ganzen Körper haben. Für eine Therapie lässt der Zahnarzt im spezialisierten Dentallabor eine Aufbissschiene fertigen.
Mit der Schiene können Beschwerden, wie Kieferknacken, Gelenkschmerzen oder Zähneknirschen, effektiv behoben werden. Der Zahntechniker, der die Aufbissschiene herstellt, ist darauf spezialisiert und verfügt über tiefgreifendes Expertenwissen. Die Schiene wird individuell für den Patienten und seine spezielle Bisssituation angefertigt. Als Material dient ein transparenter Kunststoff, der mundverträglich ist. Trägt der Patient die Zahnschiene, werden Zähne und Kiefer in eine Art Ruhestellung gebracht. Der Kiefer wird entspannt sowie entlastet und die Zähne werden geschützt. Beim regelmäßigen Tragen der Schiene im Mund, verbessert sich nach und nach die Zahnstellung. So wird eine Heilung des Kiefergelenks sowie der Kaumuskulatur angestrebt.
Schön und gut verträglich
Die meisten Patienten wünschen sich einen Zahnersatz, der sich wie schöne gesunde Zähne anfühlt. Die neuen Zähne sollen ästhetisch wirken und dem Gesicht ein Strahlen verleihen. Aber: Ein Zahnersatz muss gut verträglich sein und sollte im Mund keine Nebenwirkungen auslösen. Zahntechniker arbeiten hierfür mit biokompatiblen Materialien.
Jeder Zahnersatz besteht aus körperfremden Stoffen (Metalle, Kunststoffe oder Keramik), wobei Zahntechniker nur mit Materialien arbeiten, die in Deutschland hohen Anforderungen (Medizin-Produktegesetz) entsprechen müssen. Besonders sensible Patienten können aber trotzdem mit einer Unverträglichkeit oder einer Allergie reagieren. Um dies von vornherein auszuschließen, gibt es die biokompatiblen Materialien. Hierzu gehören zum Beispiel die Vollkeramik (z.B. Zirkonoxid) oder moderne Hybridkunststoffe, wie PEEK. „Biokompatibilität“ bedeutet „Gewebeverträglichkeit“ (bio = das Leben betreffend, kompatibel = vereinbar).
Sanft und sorgsam zu strahlenden Zähnen
Bleaching (Bleichen) wird in Zahnarztpraxen immer häufiger nachgefragt. Patienten möchten helle Zähne, die Gesundheit und Vitalität ausstrahlen. Es gibt verschiedene Arten des Bleaching. Oft wird mit dünnen, flexiblen Schienen gearbeitet, die im Dentallabor angefertigt werden.
Wünscht sich ein Patient strahlend helle Zähne, ist Bleaching oft eine wirkungsvolle Maßnahme. Verfärbungen (z.B. durch Kaffee, Rotwein, Tee) können bis zu einem gewissen Maße beseitigt werden. Oft erfolgt die Behandlung mit sogenannten Bleaching-Schienen. Die mit einem speziellen Gel applizierte Schiene wird auf die Zahnreihe gesetzt. Das Gel wirkt für einen gewissen Zeitraum ein. Die Schiene wird entnommen und kann ggf. für weitere Bleaching-Vorgänge bei diesem Patienten verwendet werden. Um eine perfekte Wirkung zu erzielen und zugleich das Zahnfleisch zu schützen, sollte die Schiene exakt auf die Zahnreihen passen. Der Zahntechniker benötigt ein Gipsmodell und fertigt individuell für den Patienten eine passgenaue Schiene an.
Festsitzender Zahnersatz zum Versorgen einer oder mehrerer Zahnlücken
Der Begriff CAD/CAM steht als Synonym für die computergestützte Fertigung. Angewandt wird CAD/CAM in vielen produzierenden Gewerben, zum Beispiel im Modellbau und in der Automobil- oder Flugzeugindustrie.
Aber auch im Handwerk – zum Beispiel im zahntechnischen Meisterlabor – ergänzen digitale Technologien die Arbeitsabläufe.
Grundsätzlich ist in der digitalen Zahntechnik das zahntechnische Know-how ebenso wichtig wie die Kompetenz im Bereich der Technologien und der Werkstoffkunde.
Was bedeutet CAD/CAM bei der Fertigung von Zahnersatz?
In der Zahnmedizin versteht man unter CAD (computer aided design) die virtuelle Konstruktion einer Zahnrestauration am Computer. CAM (computer aided manufacturing) bezeichnet das Herstellen eines Zahnersatzes durch automatisierte Fräs- oder Schleifprozesse.
Basierend auf einem digitalen Datensatz der Mundsituation (Mundscan, Modellscan) konstruiert der Zahntechniker in einer speziellen Software den Zahnersatz (CAD). Dies kann beispielsweise ein Gerüst für eine Brücke oder eine komplette Krone sein (vollanatomisch).
Was sind Vorteile der CAD/CAM-gestützten Fertigung?
Zahntechniker sind Gesundheitshandwerker, die Wert auf hochpräzise Fertigungsqualität legen. Die handwerklichen Kompetenzen können mit der CAD/CAM-Technologie optimal unterstützt werden. Vorteile sind unter anderem die hohe Genauigkeit und die gleichbleibende Produktqualität.
Eine Deckprothese ist eine Art des Hybrid-Zahnersatzes. Das bedeutet, dass feste Halteelemente mit abnehmbaren Strukturen verbunden sind. Diese Art des Zahnersatzes fertigt der Zahntechniker, wenn noch einige Zähne als Pfeiler im Kiefer vorhanden sind. In der Form und Ausdehnung entspricht die Deckprothese einer Totalprothese.
Die festsitzenden Elemente einer Deckprothese (Cover-Denture) werden auf den noch vorhandenen Zähnen befestigt. Meistens kommen als Halteelement Primärkronen zur Anwendung. Das Pendant dazu (Sekundärkronen) ist im Zahnersatz verankert. Da beide Elemente vom Zahntechniker perfekt aufeinander angepasst werden, sind ein fester Halt und eine einfache Entnahme der Prothese gewährleistet. Auf unschöne Metallklammern wird verzichtet. Die neuen Zähne der Prothese bestehen aus einem optisch ansprechenden und widerstandsfähigen Kunststoff. Im Ergebnis wird ein komfortabler Zahnersatz erreicht. Vorteil: Gehen die Pfeilerzähne verloren, kann die Prothese einfach umgearbeitet werden.
Natürliche, relativ weiche Zahnhartsubstanz aus der Zahnkrone und Zahnwurzel bestehen. Das Dentin wird im Bereich der Zahnkrone vom Zahnschmelz überdeckt.
Die Doppelabformung (umgangssprachlich Doppelabdruck) gilt als wichtige Grundlage für das Herstellen eines Zahnersatzes.
Der Zahnarzt übermittelt anhand der Abformung die Mundsituation des Patienten an das zahntechnische Meisterlabor.
Hier fertigt der Zahntechniker ein Kiefermodell und erhält somit die individuelle Gebisssituation des Patienten. Die Doppelabformung ist eine zweiphasige Abformmethode.
Gibt es einen Unterschied zwischen dem Doppelabdruck und der normalen Abformung?
Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten der Kieferabformung. Sie unterscheiden sich in Vorgehensweise und Material. Eine sogenannte Situationsabformung wird beispielsweise häufig mit einem Alginat-Material vorgenommen.
Sollen Kronen, Inlays oder Brücken angefertigt werden, benötigt der Zahntechniker eine Präzisionsabformung.
So werden die beschliffenen Zahnstümpfe akkurat erfasst und auf das Gipsmodell übertragen. Hier bevorzugen viele Zahnärzte die Doppelabformung.
Ist eine Doppelabformung sehr aufwendig?
Kieferabformungen werden zwischen der einzeitigen und der zweizeitigen Technik unterschieden. Die Doppelabformung ist zweiphasig. Zunächst wird ein hochvisköses Material (Silikon oder Polyether) in den Abformlöffel gegeben.
Zum Abformen der beschliffenen Zahnstümpfe dient dann ein Material mittlerer bis niedriger Viskosität. Dieses ist dünnflüssig und gewährt eine hohe Zeichnungsschärfe.
Nach dem Aushärten im Patientenmund wird die Abformung entnommen und an das Labor übergeben. Zusammenfassend: Bei einer Doppelabformung verwendet der Zahnarzt zwei unterschiedliche Materialien, was den Aufwand etwas erhöht.
Wo liegt der Vorteil einer Doppelabformung?
Die hohe Genauigkeit einer Doppelabformung ermöglicht einen perfekt passenden Zahnersatzes zu. Insbesondere bei Kronen, Inlays oder Brücken ist höchste Präzision gefordert. Diese beginnt bereits bei der Abformung!
Der Zahntechniker benötigt ein identisches Replikat der Mundsituation. Nur so können Passungsdiskrepanzen ausgeschlossen werden.
Über kein anderes Material gibt es so umfangreiche positive Erfahrungen beim Zahnersatz. Ob als Krone, Onlay, Inlay, oder Brücke.
Zahntechnisch gefertigte Füllung zur Versorgung eines Zahndefektes (Inlay)
Sogenannte Flex-Prothesen aus einem thermoplastischen Material bestehen aus allergiefreiem Kunststoff und sind metallfrei. Wie der Name sagt, haben die Prothesen eine gewisse Flexibilität. Zahntechniker fertigen diese Art des Zahnersatzes in der Regel als Übergangslösung für den Patienten.
Thermoplast ist ein Kunststoff, der sich bei einer bestimmten Temperatur verformen lässt. Das Material wird beispielsweise in der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt.
Vorteile sind das geringe Gewicht und die hohe mechanische Festigkeit. Auch im Dentallabor werden spezifische Thermoplaste angewandt. Vorteil für Patienten sind die sehr gute Verträglichkeit, das dezente Aussehen und die Bruch- sowie Biegefestigkeit. Sogenannte Flex-Prothesen werden vom Zahntechniker in Abstimmung mit dem Zahnarzt individuell hergestellt, zum Beispiel als Interimszahnersatz, also als vorübergehende Versorgung.
Als Frästechnik bezeichnen Zahntechniker die Arbeitsschritte, die bei der Herstellung von herausnehmbaren Kombinationsprothesen anfallen. Hierzu gehört zum Beispiel das Fräsen von Teleskopen. Die klassische zahntechnische Frästechnik ist eine Besonderheit des deutschen Zahntechniker-Handwerks.
Häufig wird die Frästechnik als Königsdisziplin der Zahntechnik bezeichnet. Hohe Kompetenz, präzise Arbeitsweise und höchste Genauigkeit – das ist vorausgesetzt! In einem speziellen Fräsgerät fertigt der Zahntechniker in manueller Feinarbeit einzelne Bauteile für die herausnehmbare Versorgung, in der Regel aus Metall oder Zirkonoxid. Hierzu gehören Teleskope, Konuskronen, Geschiebe oder andere Verbindungselemente. Beachtet werden müssen komplexe Zusammenhänge der Statik sowie physikalische Eigenschaften. Dank der Frästechnik kann der Zahntechniker abnehmbare Prothesen anfertigen, die ohne sichtbare Metallklammern fest im Mund verankert werden.
Füllungsmaterialien dienen dem Verschluss einer Zahnläsion (Loch im Zahn). Der Zahn kann mit verschiedenen Materialien aufgebaut werden, je nach Patientenbedürfnis, dem Grad der Läsion und den Bissverhältnissen. Bei größeren Defekten im Seitenzahnbereich sind Inlays (Einlagefüllungen) eine Möglichkeit, um den Zahn seine natürliche Form und Funktion wieder zugeben. Die Herstellung erfolgt außerhalb des Mundes, in der Regel in einem zahntechnischen Meisterlabor. Der Zahntechniker hat verschiedene Materialien zur Auswahl.
Welche Füllungsmaterialien verwendet der Zahntechniker?
Für die sogenannten Gussfüllungen stehen Edelmetall-Legierungen zur Verfügung. Idealerweise verwendet der Zahntechniker eine hochgoldhaltige Legierung (Goldfüllung). Alternativ können andere gießbare Legierungen verwendet werden, sofern die gesundheitliche Verträglichkeit für den Körper nachgewiesen ist. Beliebtes Füllungsmaterial sind zahnfarbene Keramiken (zum Beispiel Glaskeramik). Diese haben gute ästhetische Eigenschaften und fügen sich unsichtbar in den Zahn ein. Auch moderne Kunststoffe können als zahnfarbenes Füllungsmaterial dem Zahnaufbau dienen.
Funktionelle Störungen im Bereich der Kiefergelenke (CMD, craniomandibuläre Dysfunktion) werden mit einer sogenannten Funktionstherapie behoben. Der spezialisierte Zahnarzt arbeitet mit Experten verschiedener Fachrichtungen zusammen. Zu diesen Experten gehört auch der dafür ausgebildete Zahntechniker.
Dentallabore, die mit ihrer Kompetenz die Funktionstherapie unterstützen, verfügen über ein vertieftes funktionelles Fachwissen. In der Regel beginnt die Therapie in der Zahnarztpraxis mit einer manuellen und klinischen Funktionsanalyse. Ihr folgt die instrumentelle Analyse. In einem Artikulator werden die Zahnkontakte bei diversen Kiefergelenkpositionen nachgeahmt. Basierend darauf folgen die Therapieschritte, oft mit einer Zahnschiene. Diese wird vom Zahntechniker individuell auf die Patientensituation angepasst. Nach und nach wird der Patient in die „richtige“, die physiologische Bisslage geführt. Je nach Indikation wird abschließend ein Zahnersatz gefertigt, der sich an den Vorgaben orientiert und die funktionellen Aspekte beachtet.
Die Galvanotechnik ist ein Herstellungsverfahren, bei dem vom Zahntechniker hochreines Feingold für den Zahnersatz verwendet wird. Aus materialtechnischer Sicht hat Galvanogold den Vorzug der Biokompatibilität. Es ist im Mundmilieu beständig und korrosionsfrei. Der Zahntechniker arbeitet nach einem speziellen Herstellungsweg.
Die Galvano-Technik ist ein Verfahren, bei dem ein Metall aus einem Elektrolyten abgeschieden wird. Das Galvanisieren (Vergolden) ist auch aus diversen anderen Bereichen bekannt. Im zahntechnischen Labor wird mittels eines elektromechanischen Prozesses in einem speziellen Galvanogerät ein Gerüst aus reinem Gold (99 % Feingold) angefertigt. Dieses galvanisch hergestellte Objekt integriert der Zahntechniker als wichtigen Bestandteil in den Zahnersatz. Das Verfahren wird heutzutage hauptsächlich für die Herstellung von Teleskop-Kronen (Doppelkronen) angewandt.
Als Gegenkiefer bezeichnen Zahnärzte und Zahntechniker den Ober- oder Unterkiefer, der keinen Zahnersatz erhält. Wird zum Beispiel im Oberkiefer eine neue Krone angefertigt, ist der Unterkiefer der Gegenkiefer.
In der Regel werden für das Herstellen eines Zahnersatzes beide Kiefer abgeformt und Gipsmodelle gefertigt.
Warum benötigt der Zahntechniker ein Modell des Gegenkiefers?
Anhand des Gipsmodelles vom Gegenkiefer erkennt der Zahntechniker, wie der Patient zusammenbeißt und welche Zähne Kontakt miteinander haben.
Die Modelle des Ober- und Unterkiefers werden in einem Artikulator (mechanisches Gerät) entsprechend der vom Zahnarzt bestimmten Bisslage zusammengeführt. Auf dieser Basis fertigt der Zahntechniker den Zahnersatz. Ein sogenanntes Okklusionsschema stellt die Kontaktflächen dar, mit denen die Kaufläche eines Zahnes Kontakt mit dem gegenüberliegenden Zahn (Gegenkiefer) hat.
In der Fachsprache spricht man vom Antagonisten. Unter Beachtung definierter Regeln und Parameter erstellt der Zahntechniker den Zahnersatz so, dass er im Gegenkiefer ideal abgestützt ist. Dies erfordert höchste Präzision und genaues anatomisches Wissen über die Funktionen im sog. Stomatognathem-System, denn schon kleinste Störstellen können die Bisslage beeinträchtigen und Schäden verursachen.
Vor dem permanenten Einsetzen des Zahnersatzes prüft der Zahnarzt noch einmal direkt im Munde, ob Störstellen am Gegenkiefer den normalen Biss des Patienten behindern.
Gingiva ist der lateinische Fachbegriff für „Zahnfleisch“. Als Teil der Mundschleimhaut bedeckt die Gingiva den Kieferknochen und verläuft girlandenförming entlang am unteren Rand der natürlichen Zahnkrone.
Außerdem füllt die Gingiva die Zahnzwischenräume und bildet die sogenannten Zahnfleischpapillen. Gesunde Gingiva hat nah am Zahn eine hellrosa Farbe. Bei einer Zahnersatztherapie ist die Gingiva zu schonen.
In bestimmten Situationen ist es dem Zahntechniker im Meisterlabor möglich, die Gingiva künstlich nachzuahmen.
Die Gnathologie befasst sich mit der Funktion des Kauapparates. Hierbei ist die Okklusion – also das Zusammenspiel der Zähne im Ober- und Unterkiefer – im Fokus der Betrachtung. Der Zahntechniker orientiert sich bei der Herstellung an gnathologischen Vorgaben und definierten Parametern.
Bei der Herstellung eines Zahnersatzes ist zusätzlich zur Ästhetik die Funktion einzubeziehen.
Wie finden die Zahnreihen zusammen?
Welche Flächen berühren sich beim Kauen?
Ein falscher Biss kann die Kiefergelenke schädigen. Dies wiederum hat Einfluss auf ganzkörperliche Beschwerden. Arbeitet das Dentallabor nach gnathologischen Konzepten, bedeutet das: Den individuellen Zahnbeziehungen (Ober- und Unterkiefer) wird hohe Beachtung gezollt. Bei aller Liebe zur Ästhetik gilt der Leitsatz der Natur „Form follows function“ (Form folgt Funktion). Voraussetzungen sind präzise Kiefermodelle und die Simulation des Kauvorgangs in einem speziellen Gerät, dem Artikulator. In diesem werden die Kieferbewegungen nachgeahmt. Der Zahntechniker kann so einen Zahnersatz herstellen, der schön aussieht und funktioniert.
Als Gussfüllung bezeichnet man ein im Labor gefertigtes Inlay (Einlagefüllung) aus einer Metalllegierung. Eine Gussfüllung dient der Versorgung einer Zahnläsion (Zahnloch) meist auf der Kauffläche eines Backenzahnes, zum Beispiel nach der Entfernung einer Karies.
Besonderheit ist, dass sich die Randbereiche innerhalb der Kauffläche befinden. Die Höckerspitzen des natürlichen Zahnes bleiben erhalten. Die Gussfüllung liegt sozusagen direkt im Zahn. Grundsätzlich gilt die Gussfüllung (Goldfüllung) als eine seit vielen Jahrzehnten sehr bewährte Technologie.
Wie wird eine Gussfüllung hergestellt?
Das passgenaue Herstellen der Gussfüllung erfolgt außerhalb des Mundes. Zunächst entfernt der Zahnarzt die erkrankten Zahnanteile sorgfältig und reinigt betroffene Areale. Die Kauffläche des Zahnes wird so vorbereitet, dass die Gussfüllung eine optimale Basis (Kavität) erhält. Über eine Abformung (Abdruck) übermittelt der Zahnarzt die Gebisssituation an das zahntechnische Meisterlabor.
Hier wird ein Gipsmodell gefertigt und der entsprechende Zahn mit Wachs aufgebaut. So entsteht zunächst eine Wachsmodellation der späteren Zahnfüllung. Diese wird über die sogenannte Gusstechnologie in die entsprechende Metalllegierung umgesetzt. Abschließend wird die Füllung auf dem Modell der Gebisssituation angepasst und poliert.
Der Zahnarzt befestigt die Gussfüllung in der Kauffläche, wo sie in der Regel für viele Jahre erhalten bleibt.
Welche Materialien werden angewandt?
Dem Zahntechniker stehen verschiedene Legierungen zur Verfügung. Idealerweise verwendet der Zahntechniker eine hochgoldhaltige Legierung (Goldfüllung). Alternativ können andere gießbare Legierungen verwendet werden, sofern die gesundheitliche Verträglichkeit für den Körper nachgewiesen ist.
Gibt es Alternativen zur Gussfüllung?
Als Alternative für eine Gussfüllung stehen zahnfarbene Füllungsmaterialien zur Verfügung.Im zahntechnischen Meisterlabor kann der Zahntechniker zum Beispiel eine Füllung aus Keramik oder auch aus Kunststoff herstellen.
Eine Hybridprothese ist ein Zahnersatz, der festsitzende und herausnehmbare Elemente kombiniert. Als Verankerung der Prothese dienen Zahnpfeiler oder Implantate. Der Zahnersatz ist für Patienten sehr komfortabel. Gemeinsam fertigen Zahnarzt und Zahntechniker ästhetisch wirkende „Dritte Zähne“, die sich harmonisch in das Gesicht des Patienten einfügen.
Um der Prothese einen festen Halt im Mund zu geben, wird sie mit filigranen Haltelementen im Mund verankert. Auf sichtbare Metallklammern kann verzichtet werden. Als Halteelemente dienen zum Beispiel Teleskope, Geschiebe, Wurzelkappen, Druckknöpfe oder Stege. Die feinmechanischen Elemente fertigt der Zahntechniker in gekonntem Verfahren individuell für die jeweilige Situation an. Die Herstellung erfordert höchste Präzision. Die eigentlichen Zähne der Prothese bestehen aus einem optisch ansprechenden und widerstandsfähigen Kunststoff (Komposit). Dieses hochwertige Material ist abriebfest und verfärbungssicher. Im Ergebnis wird ein komfortabler Zahnersatz erreicht, der im Mund als solcher kaum wahrnehmbar ist. Gehen weitere Zähne verloren, kann die Prothese ergänzt werden.
Bei Zahnverlust bibt es auch eine andere Variante als eine Brückenkonstruktion: das Implantat.
Implantat sind meist metallische „Wurzeln“, die an Stelle der gezogenen Wurzeln in den Knochen eingesetzt werden. Darauf kann z.B. eine Krone normal befestigt werden. Die Nachbarzähne müssen nicht wie bei einer Brücke beschliffen werden.
Einige Labore haben sich durch intensive Schulungen auf dieses Gebiet spezialisiert und sich zum Fachlabor für Implantatprothetik zertifizieren lassen. Das Dental-Labor Thomassen gehört dazu.
Durch den Zahnarzt oder Zahntechniker hergestellte Füllung eines Zahndefektes aus Komposit, Keramik oder Metall
Mit zahntechnischem Geschick und Fachwissen kann ein vorhandener Zahnersatz instandgesetzt werden. In vielen Fällen kann der Zahntechniker die defekte Prothese oder die frakturierte Krone/Brücke reparieren oder die lockere Prothese der die aktuellen Situation anpassen. Hierfür müssen Patienten oft nur kurze Wartezeiten in Kauf nehmen.
Die Reparatur eines Zahnersatzes ist in vielen Dentallaboren Bestandteil des Arbeitsalltags. Prothesensprünge und -brüche oder abgeplatzte Zähne werden innerhalb kurzer Zeit repariert. Bei lockeren Prothesen hilft eine sogenannte Unterfütterung, um dem Patienten wieder ein sicheres Gefühl zurückzugeben. Aber auch das Ansetzen von Zähnen an eine vorhandene Prothese oder das Anbringen weiterer Halteelemente sind möglich. Viele Patienten lassen im Dentallabor regelmäßig ihren Zahnersatz reinigen, was ebenfalls der Instandhaltung dient. Grundsätzlich ist ein aus Meisterhand gefertigter Zahnersatz lange Zeit stabil.
Doch manchmal ist es schnell passiert!
Sowohl der Vorgang als auch das Ergebnis der Zerstörung von Zahnhartsubstanz durch Säure, welche unter Beteiligung von Bakterien aus Zucker in Zahnbelägen entsteht
Durch zerstörte Zahnhartsubstanz, deren Entfernung und Präparation für eine Füllung entstandener Defekt
Im Dentalbereich: vom Porzellan abgeleiteter zahnfarbener Werkstoff
Schiefe Zähne, Zahnfehlstellungen, Zahnengstände etc. können mit herausnehmbaren kieferorthopädischen Geräten (Zahnspange) korrigiert werden. Die Geräte werden im spezialisierten Dentallabor individuell für den Patienten hergestellt. Hierfür arbeitet der Zahntechniker eng mit dem Zahnarzt zusammen.
Was wird gemacht?
Der Zahnarzt übermittelt die Patienteninformationen, eine Abformung, CAD-Daten oder Modelle an das Dentallabor. Hier fertigen Spezialisten die Zahnspange aus einer filigranen Kunststoffbasis. Dünne Klammern, grazile Drähte und feine Schrauben dienen der Zahnregulierung. Die kieferorthopädische Behandlungskontrolle erfolgt in der Zahnarztpraxis. Getragen werden sollte die Zahnspange vom Patienten regelmäßig. Je öfter, desto besser! Da die Spange einfach dem Mund entnommen werden kann, sind Zähneputzen und Mundhygiene problemlos möglich. Doch nicht nur die Zähne, auch die Zahnspange sollte täglich gereinigt werden, am besten mit Zahnpasta und Zahnbürste oder mit speziellen Reinigungstabletten.
Die Klebebrücke dient dem Lückenschluss eines Zahnes. Oft wird von einer sogenannten Adhäsivbrücke oder Marylandbrücke gesprochen. Vorteil der Klebebrücke ist, dass nur wenig gesunde Zahnhartsubstanz entfernt werden muss. Die Herstellung der Brücke erfolgt im Dentallabor.
Eine Klebebrücke ist ein festsitzender Zahnersatz, der häufig als Interimslösung – z.B. bei einer Zahnnichtanlage – angefertigt wird. In der Regel verwendet der Zahntechniker bei der Herstellung einer Klebebrücke zahnfarbene Vollkeramik oder verstärkte Kunststoffmaterialien.
Auf Basis einer Kieferabformung wird individuell eine Brücke hergestellt und die Zahnlücke damit unauffällig verschlossen. Befestigt wird die Brücke vom Zahnarzt mit der Adhäsivtechnik, eine spezielle Verklebung mit der Zahnsubstanz.
siehe Spanngummi
Eine Kombinationsprothese ist ein anspruchsvoller fester Zahnersatz, der vom Patienten aus dem Mund entnommen werden kann. Dank moderner Konzepte fertigt der Zahntechniker ästhetisch wirkende „Dritte Zähne“. Auf sichtbare Metallklammern kann in den meisten Fällen verzichtet werden.
Die Verankerung des Zahnersatzes an den Zähnen oder Implantaten erfolgt zum Beispiel mit Teleskopen oder Geschieben. Die feinmechanischen Halteelemente fertigt der Zahntechniker individuell an. Da festsitzende Halteelemente mit dem herausnehmbaren Zahnersatz verbunden werden, spricht man von einer Kombinationsprothese. Um der Prothese einen festen Halt zu geben, werden an den Kronen oder Brücken sowie an der Prothese filigrane Haltelemente angebracht; Teleskope, Stege, Geschiebe, Druckknöpfe. Der Patient kann die Verankerung mit einem geübten Handgriff lösen.
Die Herstellung erfordert höchste Präzision. Im Ergebnis wird ein komfortabler Zahnersatz erreicht, der im Mund als solcher kaum wahrnehmbar ist. Sollten weitere Zähne verloren gehen, wird die Prothese erweitert.
Eine den präparierten Zahnstumpf meist bis zum Zahnfleisch umfassende Kappe. Sie gleicht in Form und Farbe der natürlichen Zahnkrone.
Eine den präparierten Zahnstumpf meist bis zum Zahnfleisch umfassende Kappe. Sie gleicht in Form und Farbe der natürlichen Zahnkrone.
Mit Zahn-Kronen können stark geschädigte Zähne wiederaufgebaut werden. Diese Art des Zahnersatzes kommt der natürlichen Gebiss-Situation sehr nahe.
Zahn-Kronen gehören wie Brücken oder Inlays zum festsitzenden Zahnersatz. Auch Kronen sind Einzelstücke, die in enger Abstimmung mit dem Zahnarzt in einem Dentallabor individuell für den Patienten hergestellt.
Der Zahntechniker agiert mit handwerklicher Kunstfertigkeit, anatomischen Wissen und materialtechnischer Fachkompetenz in engster Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt. Die Krone wird so gestaltet, dass sie sich harmonisch und ästhetisch in die Zahnreihe einfügt. Der Patient wird kaum wahrnehmen, dass es sich um ein Imitat handelt.
Der in die Mundhöhle ragende Teil eines Zahnes
Organischer Werkstoff aus langen (polymerisierten) Molekülen; im Dentalbereich meist Abkömmling des Acrylates (Plexiglas)
In manchen Fällen zieht sich eine prothetische Therapie über einen längeren Zeitraum hin. Dies ist zum Beispiel bei komplexen Behandlungen, nach der Zahnextraktion oder bei Implantaten der Fall. Damit der Patient während der Therapie nicht mit einer Zahnlücke leben muss, werden im Dentallabor Langzeitprovisorien angefertigt.
Das vom Zahntechniker hergestellte Langzeitprovisorium erfüllt alle Parameter eines funktionstüchtigen Zahnersatzes. Der Patient kann mit dem Provisorium problemlos essen, sprechen etc. Auch optisch ist für den Laien fast kein Unterschied zum echten Zahn erkennbar. Das Provisorium kann aber noch weitere wichtige Aufgaben erfüllen. Der Patient erhält einen „Vorgeschmack“ auf den definitiven Zahnersatz und kann sich an die Situation gewöhnen. Änderungswünsche können dem Zahnarzt oder Zahntechniker übermittelt werden und fließen bei der Herstellung des richtigen Zahnersatzes ein.
Laserschweißen (kein Lot) ist ein modernes Fügeverfahren, bei dem Materialien dauerhaft miteinander verbunden werden. Dies ist bei der Herstellung bestimmter Zahnersatz-Arten notwendig, zum Beispiel bei Reparaturen, Kombinations- oder Modellgussprothesen. Der Zahntechniker verwendet Laserlicht, um metallische Bauteile zu vereinen.
Das moderne Laserlicht ersetzt in vielen Dentallaboren zunehmend die konventionelle Methode des Lötens oder Schweißens. Mit dem Laser ist eine präzise sowie langlebige Verbindung metallischer Bauteile möglich. Somit können Metalle ohne Lot (Fremdmetall) – also nur mit dem Original-Material – zusammen gefügt werden. Ein Vorteil ist die Biokompatibilität. Das Dentallabor benötigt ein spezielles, hochwertiges Laserschweißgerät. Der geschulte Zahntechniker kann mit dieser innovativen Technologie punktgenau einzelne Bauteile zusammenfügen.
Hier: die Zeit der Funktionstüchtigkeit einer Versorgung, stark abhängig von der Qualität
Gemisch aus verschiedenen Metallen; die Benennung erfolgt nach dem Hauptbestandteil (z. B. Goldlegierung)
Keramik, die auf ein metallisches Käppchen gebrannt wird
Mini-Implantate werden wie herkömmliche Zahn-Implantate in den Kieferknochen eingesetzt. Der Unterschied besteht in einem deutlich verringerten Durchmesser der Mini-Implantate. Damit ergeben sich auch andere Indikationen.
Hauptsächlicher Einsatzbereich ist die Stabilisierung von Voll-Prothesen im zahnlosen Kiefer. Patienten kann mit dem Einbringen von Mini-Implantaten eine sehr gute Hilfe bei lockeren Prothesen angeboten werden.
Hier: Eine die natürliche Zahnsubstanz schonende Therapie
Durch Ausgießen einer Abformung (meist mit einem Spezialgips) gewonnenes Duplikat einer Zahnreihe
Kauflächenüberdeckende zahntechnisch gefertigte Füllung (Auflagefüllung)
Die Orthodontie (auch Kieferorthopädie) beschäftigt sich mit der Regulierung von Zahnfehlstellungen. Zähne werden auf mechanischem Weg begradigt und zurechtgerückt. Innerhalb dieser zahnärztlichen Therapie hat der Zahntechniker wichtige Aufgaben. Hierzu gehört die Herstellung von Zahnspangen oder von Zahnregulierungsschienen.
Dentallabore, deren Leistungsspektrum die „Orthodontie“ beinhaltet, haben in der Regel eine spezielle Weiterbildung. In enger Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt werden kieferorthopädische Therapien begleitet. Zusätzlich zu den herausnehmbaren Apparaturen (Zahnspangen) fertigt der Zahntechniker beispielsweise Zahnregulierungsschienen an, die oft in der Erwachsenen-Kieferorthopädie angewandt werden. Mit der dünnen, fast unsichtbaren und elastischen Folie (Aligner) werden die Zähne in die optimale Position bewegt.
Volkstümliche Bezeichnung für eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteaparates;
meist ausgelöst durch länger belassene Plaque (die fachlich richtige Bezeichnung lautet Parodontitis)
PEEK (Polyetheretherketon) ist ein in der Zahnmedizin noch relativ junges Material. Die guten mechanischen Eigenschaften, die hohe Temperaturbeständigkeit und die chemische Beständigkeit werden oft als vorteilhaft beschrieben. Die Verarbeitung von PEEK im Dentallabor erfolgt mit der Druck-Presstechnik oder der CAD/CAM-Technik.
In der Allgemeinmedizin wird PEEK z. B. als Knochenersatzmaterial für künstliche Kniescheiben, Zwischenwirbelkörper oder Hüftprothesen verwendet. Im zahntechnischen Labor werden aus PEEK Gerüste für den Zahnersatz angefertigt. PEEK ist biokompatibel (gewebeverträglich) und weist eine knochenähnliche Elastizität auf. Es gibt verschiedene Arten von Materialien, die auf dem Werkstoff PEEK basieren. Die Allergiefreiheit von reinem PEEK liegt in der Tatsache begründet, dass das Material ohne Füllstoffe und Zusätze auskommt. In der prothetischen Zahnmedizin ist PEEK als Gerüstmaterial etabliert. Bisher ist das Material auf herausnehmbaren beziehungsweise bedingt herausnehmbaren Zahnersatz beschränkt.
Lehre von der Laut- und Stimmbildung; auf die Lautbildung nehmen auch Lippen, Zunge und Zustand der Frontzahnreihen Einfluß. Ein wichtiges zu beachtendes Kriterium für den Zahntechniker bei der Herstellung des Zahnersatzes
Durch Bakterien der Mundhöhle erzeugter Belag auf Zähnen und Zahnersatz; die Plaquebildung kann nur durch regelmäßiges und gründliches Zähneputzen vermieden werden
Der in Platten-, Stangen- oder Granulatform vorliegende Kunststoff wird erweicht und in seine endgültige Form gepresst. Thermoplaste sind gut körperverträglich und daher für Allergiker geeignet. Als Beispiel hierfür kann die abnehmbare Prothese dienen.
Hier: das gezielte Beschleifen eines Zahnes als vorbereitende Maßnahme zu seiner Versorgung
Zahnprothesen sollten wie natürliche Zähne täglich gereinigt werden. So können Zahnbelag sowie das Anlagern entzündungsauslösender Bakterien verhindert werden. Wie bei natürlichen Zähnen ist hin und wieder eine professionelle Reinigung notwendig. Das zahntechnische Labor bietet diese professionelle Reinigung an.
Bei einer professionellen Prothesenreinigung reinigt der Zahntechniker die Prothese zunächst mit der Hand. Für diese Vorreinigung verwendet er Ultraschallinstrumente. Danach wird die Prothese in ein spezielles Gerät gelegt, wo sämtliche harte und weiche Beläge gründlich entfernt werden. Abschließend kann nun die Prothese wieder auf Hochglanz poliert werden. Sie sieht aus wie neu und hat wieder die gewohnt gute Passung.
Hier: Versorgung eines Zahnes oder einer Zahnlücke für eine begrenzte Zeit, etwa bis zur Fertigstellung des definitiven Zahnersatzes
Patienten, die nur noch wenige oder keine eigenen Zähne haben, sind auf den Zahnersatz angewiesen. Doch was tun, wenn die Prothese im Urlaub zerbricht oder zur Reparatur muss? Hier ist eine sogenannte Reiseprothese (Zweitprothese) die Rettung in der Not. Der Zahntechniker kann eine Zweitprothese auf relativ einfachem Weg herstellen.
Reiseprothesen sind ästhetisch und funktional eine Alternative und wie eine Ersatzbrille für viele Menschen unentbehrlich. Der Zahntechniker kann je nach Wunsch eine einfache, adäquate Ersatzprothese anfertigen. Oft werden hierfür die für die Herstellung des „richtigen“ Zahnersatzes verwendeten Modelle benutzt. In einigen Fällen rüstet der Zahntechniker die provisorische Versorgung zur Zweitprothese um. Auf Wunsch kann auch ein hochwertiges Pendant zum Zahnersatz gefertigt werden. Egal in welcher Ausführung – mit einer Reiseprothese erhalten Patienten die Sicherheit, niemals zahnlos dazustehen.
Als Restauration wird in der Zahnmedizin jedwede Wiederherstellung von verlorengegangener Zahnsubstanz bezeichnet. Das Wort stammt aus dem spätlateinischen Wort „restauratio“ (= Wiederherstellung). Die Bundeszahnärztekammer unterscheidet von der Begrifflichkeit her die Rekonstruktion (zahntechnisch hergestellte Versorgungen) und die Restauration (zahnärztliche Zahnfüllungen). Ob Rekonstruktion oder Restauration – mit modernen Materialien und zeitgemäßen Konzepten ist es in der Zahnheilkunde möglich, Zahndefekte nahezu unsichtbar „reparieren“.
Schichtung mehrerer unterschiedlich lichtdurchlässiger, zahnfarbener Materialien zur Imitation des Aufbaues natürlicher Zähne aus Dentin und Schmelz
Härteste Substanz des menschlichen Körpers; überdeckt das Dentin der Zahnkrone
Dünnes Gummituch zum Abhalten jeglicher Feuchtigkeit bei der Zahnbehandlung. Es wird über den zu versorgenden Zahn geschoben, nur dieser ragt aus dem Spanngummi heraus, alle anderen Zähne und die Mundhöhle sind überdeckt.
Aufbau eines Zahnes mit Stiftverankerung im Wurzelkanal
Eine nicht bis zum Zahnfleisch reichende Überkronung
Herausnehmbarer, an noch vorhandenen Zähnen des Kiefers durch Klammern, Teleskope, oder Geschiebe verankerter Zahnersatz
Maßnahmen und Vorgehensweisen zur Bahandlung und Heilung
Herausnehmbarer Zahnersatz zum Ersatz der gesamten Zahnreihe nach Verlust aller Zähne eines Kiefers
Unter gewissen Umständen kann man Defekte statt mit Kronen auch mit Veneers versorgen. Ein Veneer ist eine dünne Schale aus Keramik, die auf den Zahn aufgeklebt wird. Für Veneers muß weniger Zahnsubstanz abgeschliffen werden, als für Kronen , d.h. bei Veneers wird die Zahnsubstanz besonders geschont.
Dennoch ist das kein Patentrezept und kann nicht in allen Fällen angewandt werden.
Metallkrone, deren sichtbare Flächen aus Gründen der Ästhetik mit einem zahnfarbenen Material verkleidet (verblendet) sind. Wünscht der Patient einen zahnfarbenen Wiederaufbau, kommt Keramik zur Anwendung. Bei einer Verblend-Keramik-Krone wird zunächst ein dünnes Metallgerüst gefertigt und vom Zahntechniker mit einer Keramikmasse ummantelt.
Schicht um Schicht wird der Zahn mit handwerklicher Kunstfertigkeit und anatomisch-funktionellem Wissen aufgebaut. Ergebnis ist eine stabile Krone, die sich im Aussehen kaum von den Nachbarzähnen unterscheidet.
Aus einer Legierung gegossene, unverblendete Krone. Eine Zahn-Krone kann komplett aus einer Metall-Legierung (edelmetallhaltig, edelmetallfrei) angefertigt werden. Die Anwendung ist aus ästhetischen Gründen auf den Seitenzahnbereich beschränkt.
Kronen, die ohne Metallgerüst also ausschließlich aus keramischen Material wie Zirkonkeramik ode Presskeramik bestehen und deren sichtbare Flächen mit einem zahnfarbenen Material verkleidet (verblendet) sind.
Bei dieser Art der Krone kommt gar kein Metall zur Anwendung. Der Zahn wird vollkommen aus Keramik aufgebaut. Auch hier sind es das handwerkliche Können und die Kunstfertigkeit des Zahntechnikers, die das Ergebnis natürlich und schön werden lassen.
Als hochwertige Materialien stehen beispielhaft: Zirkonoxid, Hybridkeramik (kunststoffbasiert) oder Lithium-Disilikat-Keramik zur Verfügung.
Metallkrone , deren gesamte Fläche aus Gründen der Ästhetik mit einem zahnfarbenen Material verkleidet (verblendet) ist
Kanalförmiger Hohlraum im Inneren der Zahnwurzel, welcher am ,,vitalen“ Zahn von der Zahnpulpa ausgefüllt ist
Zahnmark, volkstümlich als ,,Nerv“ bezeichnet. Sie liegt im Inneren des Zahnes in der sogenannten Pulpenkammer. Zerstört Karies die Zahnpulpa, muß diese entfernt werden. Aus einem sogenannten ,,vitalen“ Zahn entsteht ein marktoter Zahn
Hochspezialisierter Ausbildungsberuf zur Herstellung von fast allen dentalen Restaurationensarten.
Diese Arbeiten werden in einem technisch hoch ausgestatteten Labor in individueller und aufwendiger Handarbeit, nach Vorgaben und Arbeitsgrundlagen durch den behandelnden Zahnarzt von Zahntechnikern hergestellt.
Die Besten haben sich spezialisiert und zum Fachlabor für Implantatprothetk zertifizierenlassen und arbeiten nach den Qualitätsrichtlinien der Q-AMZ. So können sie ein Maximum an Qualität erarbeiten. Das Ziel aller Mühen ist immer ein zufriedener Patient.
Auch „weißer Stahl“ genannter, hochstabiler High-Tech Gerüstwekstoff für Vollkeramikgerüste